Der 1. Prozesstermin steht fest: Unterstützt Jan am 2. August!

Anlässlich der Solidaritätskampagne „Ausbruch, Aufbruch, Anarchie – Freiheit für Jan und alle anderen“ möchten wir euch über den 1. Prozesstermin für Jan informieren. Im Jahr 2018 haben wir bei unterschiedlichen Anlässen Bezug auf die Kampagne genommen (unter anderem: Tag der politischen Gefangenen 2018 und am 17.5.) und werden dies auch weiterhin solidarisch tun.

Hier der Text von der Solidaritätsseite „Ausbruch, Aufbruch, Anarchie„:

Der 1. Prozesstermin steht fest: Unterstützt Jan am 2. August!

Nachdem die Bullen lange Nachermittlungen geführt haben, wurde jetzt ein Termin für Jans erste Verhandlung festgesetzt: Am 02.08. um 13:00 Uhr im Amtsgericht Nürnberg (Saal 94).

Jan wird „tätlicher Angriff in Tateinheit mit Widerstand und versuchter Körperverletzung” vorgeworfen. Der Staat hat ihn schon einmal verurteilt, sodass er gerade auf Bewährung ist. Ermittelt wird bei ihm u.a. auf Basis der Paragraphen 113/114 StGB.

Jan gehört zu den solidarischen Menschen, die im vergangenen Jahr, am 31.Mai 2017, aktiv gegen die Abschiebung eines Berufsschülers in Nürnberg protestiert und sie zu verhindern versucht haben. Viele von ihnen wurden daraufhin mit Repression überzogen; die ersten Prozesse (von über 20 Anklagen) laufen derzeit. Allein in den letzten vier Wochen wurden drei weitere Leute in diesem Zusammenhang zu absurd hohen Strafen verurteilt. Mit dem im vergangenen Jahr bereits gelaufenen Prozess gegen Sercem, den die Bullen monatelang in U-Haft gesperrt haben, wird Jans Prozess somit der fünfte im Mai31-Zusammenhang sein. (Infos zu den anderen Prozessen finden sich u.a. auf der (Achtung Facebook) Seite des Widerstand-Mai31-Bündnisses)

Wir werden unseren anarchistischen Genossen Jan, dessen Handeln wir in vollster Weise unterstützen, in dieser Zeit nicht alleine lassen. Die Kampagne „Ausbruch, Aufbruch, Anarchie – Freiheit für Jan und alle anderen!“ wird auch von der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen unterstützt. Damit wollen wir nicht nur seine Freiheit fordern, sondern auch unsere wütende Ablehnung gegen Strafe und Knast in jeder Form ausdrücken. Unter Knast leiden nicht nur unsere eigenen Genoss*innen, sondern es sind letztlich alle Menschen im staatlichen und kapitalistische System von dieser sehr konkreten Realität bedroht.

Wir rufen dazu auf, sich mit unserem anarchistischen Genossen zu solidarisieren, auch (aber keineswegs nur) in Form von solidarischer Prozessbegleitung vor Ort!