Veranstaltungs- und Aktionsreihe „Solidarische Perspektiven entwickeln“ geht in den kommenden Wochen weiter

Nachdem wir in den letzten Monaten zur Kampagne der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) „Solidarische Perspektiven entwickeln – jenseits von Wahlen und Populismus“ schon ein paar Veranstaltungen organisiert haben (Vortrag „Nichtkommerzielle Projekte – Beitragen statt Tauschen“, Umsonstflohmarkt, Ausstellung zu Solidarität, Flyeraktion in Solidarität mit Geflüchteten in Ludwigsburg-Ost, Solidarische Landwirtschaft), wollen wir auch in den nächsten Wochen dieses Thema aufgreifen und mit euch aus Ludwigsburg, Stuttgart und Umgebung solidarische Perspektiven entwickeln.

Nach der letzten Veranstaltung am 19.1017 zu Solidarischer Landwirtschaft hat sich eine Initiative gebildet, die einen Verteilpunkt für Lebensmittel aus Solidarischer Landwirtschaft aufbaut. Wenn ihr Interesse habt oder diese Lebensmittel beziehen wollt, meldet euch bei uns oder sprecht uns auf den Veranstaltungen an.

Folgende Veranstaltungen kommen in den nächsten Wochen auf euch zu:

Sa, 11.11.17 um 14 Uhr im DemoZ (Wilhelmstr. 45/1 in Ludwigsburg)
Workshop: „Solidarische Perspektiven entwickeln“
von Lila [F] – Anarchistische Gruppe Frankfurt (Main)

Dieses Jahr standen wieder Wahlen an. Allgegenwärtig wird wurde zuvor klar gemacht, dass die Wahlen unser Leben verändern und verbessern würden, wenn Wir nur unsere Stimme abgäben.
Doch Wahlen sind nur eine abstrakte Form von Politik, die eine Mitbestimmung und Gestaltbarkeit simulieren. Die kapitalistischen Verhältnisse und das staatliche System als Ganzes stehen dabei nicht zur Wahl. Ein solidarisches Miteinander ist auf diese Art und Weise nicht möglich.
Angeblich gibt es keine realen Alternativen dazu. Doch Alternativen gibt es, wir müssen sie nur (wieder) wahrnehmen, erproben und erfahrbar machen! Wir müssen uns und andere aktiv einbeziehen!
Lasst uns deshalb auf diesem Workshop Ideen dazu entwickeln, uns selbstbestimmt und solidarisch zu organisieren. Wir wollen bestehende Ansätze gemeinsam mit euch diskutieren und auf ihre Verbreitung hinwirken.
Lasst uns unser Leben in die eigenen Hände nehmen!

Im Anschluss ab 20 Uhr – Soli-Cocktailbar für von Repression betroffeneAntifaschist*innen

So, 19.11.17 von 14.00 – 16.30 Uhr im Stattgarten Ludwisburg (Hirschbergstr. 22 LB-Eglosheim)
Umsonstflohmarkt / Free flea market

Umsonstflohmarkt – wer braucht schon Geld? Bring vorbei, was du nicht mehr gebrauchen kannst, was aber anderen noch nützlich sein könnte. Nimm mit, was du gebrauchen kannst. Trag bei, ohne nachzufragen. Bediene dich ohne schlechtes Gewissen. Wichtig ist aber auch: Bitte bring keinen Müll mit.

Free flea market – who said that we need money? Bring over what you don’t need anymore but could be useful for others. Take what is useful for you. Contribute without asking. Serve yourself without feelling guilty. Important is: Please don’t bring any rubbish.

Do, 23.11.17 um 19.30 im DemoZ (Wilhelmstr. 45/1 Ludwigsburg)
Vortrag: Antikapitalistische Praxis: Anarchistisch-Kommunistische Theorie für kämpferische Perspektiven
Für eine bessere Welt kämpfen – Einführung in den anarchistischen Kommunismus

Wie können wir jetzt und heute für eine freie Welt kämpfen? Lohnt sich dieser Kampf überhaupt? Hat er in der Geschichte Erfolge gehabt? Positive Antworten auf diese Fragen finden sich in der Broschüre der Anarchist Federation UK, die hier inhaltlich vorgestellt wird: Alles was wir heute haben, wurde sich erkämpft.
Nur wurden die Kämpfe immer wieder vereinnahmt und für eine neue Form von Herrschaft verwendet. Wenn wir den Kampf für das gute Leben für Alle erfolgreich weiterführen wollen, müssen wir dieser Vereinnahmung vorbeugen!

Do, 07.12.17 von 19-22 Uhr im DemoZ (Wilhelmstr. 45/1 Ludwigsburg)
Workshop: “Meine Bedürfnisse, deine Strategien, unser Bedarf”
Von Tom Novak

Wenn wir uns nicht mehr am Profit, sondern an unseren Bedürfnissen, Strategien und Bedarfen orientieren wollen, dann ist es hilfreich zwischen ihnen zu differenzieren, bevor wir unsere eigenen Bedürfnisse, Strategien und Bedarfe ausloten. Welche Konflikte ergeben sich, wenn Unterschiede in den Strategien auftauchen? Wie schaffen wir es, uns im Konfliktfall einfühlend zu begleiten? Die Auseinandersetzung mit dem was wir brauchen ist die Bedingung für ein Zusammenzählen der Bedarfe, und darüber hinaus für eine bedürfnisorientierte Kursänderung des Wirtschaftens.

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.